Instrumente
Weil wir keine Geschöpfe des Wassers sind, können wir uns in der fremden Welt nur vorübergehend bewegen. Es gibt für uns Grenzen durch die Menge der verfügbaren Luft und hinsichtlich der Tiefe, in die wir vordringen, sowie der Zeit, die wir uns dort aufhalten können. Um dem Menschen die Möglichkeit zu geben, diese Parameter zu überwachen, wurden verschiedene Instrumente entwickelt. Sie reichen von einfachen, mechanischen bis hin zu verblüffenden elektronischen und können auf verschiedene Art und Weise getragen werden.
Finimeter
Die ersten Taucher benutzten keine Meßinstrumente zur Überwachung des Luftvorrats in ihren Flaschen. Sie verließen sich auf Reserveanschlüsse, Erfahrung und reines
Glück, um einem Luftmangel unter Wasser vorzubeugen. Bald setzte sich aber das Finimeter durch. Heute ist sein Gebrauch oder der Einsatz einer vergleichbaren Methode zur Kontrolle des Luftdrucks in den Flaschen praktisch überall
obligatorisch.
Das Finimeter ist ein mechanisches Gerät, welches mit dem Hochdruck-
abgang des Atemreglers über einen Schlauch verbunden ist. Sein Innen-
leben wird gewöhnlich durch eine Bourdon-Röhre gesteuert. Es verfügt
über eine Analoganzeige sowie über Meßpunkte und Farbkennzeichnungen. Der Taucher prüft das Instrument regelmäßig, wobei er seinen Tauchgang oft so einrichtet, daß er ein Drittel seines Luftvorrats für den Hinweg, ein Drittel für
den Rückweg und ein Drittel als Reserve für Notfälle verfügbar hält.
Tiefenmesser
Der Tiefenmesser wurde schon früh eingesetzt. Mechanische Instrumente haben Analoganzeigen, ähnlich denen des Finimeters. Sie können durch Bourdon-Röhren oder
Membranmechanismen betrieben werden. Einige Instrumente sind für größere Tauchtiefen geeigneter als andere. Die Möglichkeit, größere Tiefen messen zu können, erfordert aber eine engere Meßskala, die ungenauer und schwerer abzulesen
ist. Ebenso sind digitale Tiefenmesser erhältlich. Diese werden allerdings meistens in andere digitale Instrumente (Computer) integriert.
Viele mechanische Tiefenmesser arbeiten beim Tauchen über dem Meeresniveau, zum Beispiel
in Bergseen, nicht exakt und können bei Lagerung in nicht druckausgeglichenen Stauräumen von Flugzeugen sogar beschädigt werden. Andere Instrumente wiederum sind höhenjustierbar und verfügen über Druckausgleichsschrauben.
Es
gibt auch Kapillartiefenmesser (Boyle-Mariottesches Prinzip), bei denen der Druck mit zunehmender Tiefe eine Blase in einem engen Rohr zusammenpreßt. Kapillartiefenmesser arbeiten nahe der Oberfläche sehr genau, da ihre
Markierungen hier weiter auseinander liegen, und das Instrument somit leichter abzulesen ist. Da sie aber in größerer Tiefe oder bei dämmrigem Licht schwer abzulesen sind und verstopfen können, werden sie heutzutage in der Regel
als Reserveinstrumente verwendet. Sie sind außerdem hervorragend als Referenzinstrumente einsetzbar, die für den Test der unterschiedlichen Genauigkeit von mechanischen oder digitalen Instrumenten herangezogen werden
können.
Eine schon früh verfügbare Ergänzung der mechanischen Tiefenmesser war der Schleppzeiger, welcher durch den Tiefenzeiger bewegt wird. Der Schleppzeiger bleibt solange auf dem Stand der größten erreichten Tauchtiefe
stehen, bis der Taucher ihn zurückdreht.
Kompaß
Taucher müssen ihre Richtung kennen. Der Einsatz eines Kompasses erlaubt ihnen, die Tauchrichtung zu steuern und zum Ausgangspunkt zurückzu-
kehren, ohne zur
Orientierung ständig an die Wasseroberfläche zu müssen. Dieses ist besonders bei begrenzter Sicht unter oder über Wasser von Bedeutung. Trotz verschiedener Modifikationen hat sich der Unterwasserkompaß seit Jahren nicht wesentlich
verändert. Es gibt solche Kompasse mit rotierender Windrose und Modelle mit gegen Norden aus-
schlagenden Nadeln. Die Möglichkeit, den Kompaß durch ein Seitenfenster ablesen zu können, ist ebenfalls von Nutzen. Wichtiger aber
als der Typ des Kompasses ist die Vertrautheit mit seinem Gebrauch.
Zur Zeit ist der mechanische Kompaß noch das bevorzugte Instrument.
Halcyon Finimeter
Suunto SK 7

Uwatec Bottom Timer

