TECHNICAL DIVING
TECHNICAL DIVING eine Spinnerei oder auch eine sinnvolle Ergänzung für Sporttaucher?
Was ist TECHNICAL DIVING?
Befassen wir uns erst einmal damit was Sporttauchen ist. Sporttauchen soll
Tauchen für jedermann sein. Die Regeln basieren auf mehreren
GrundLagen:
1. Nahezu jedem soll der Sport zugänglich gemacht werden
2. Es muss auch für Gelegenheitstaucher sicher sein
Das Sicherheitskonzept ist aus allen Regeln herauszuhöhren: 1. Tauche nie allein!
2. 20m für Anfänger sind genug
3. 40m Tiefengrenze für
Sporttaucher
4. bleibe im Freiwasser
Als TECHNICAL DIVING bezeichnet man: das Tauchen mit einem anderen Atemgas als Luft,
das Tauchen in Tiefen größer als 40m,
das Tauchen in Höhlen
und Wracks,
das Tauchen mit Kreislaufgeräten und
das Dekompressionstauchen.
Um diese Tauchgänge durchführen zu können ist eine zusätzliche Ausrüstung nötig.
TECHNICAL DIVING – ein Hobby für jedermann?
NEIN! TD ist nur möglich aufgrund langjähriger Erfahrung mit Tauchgängen, die – sei es im
Hinblick auf die Tauchtiefe oder aufgrund einer
schwierigen Unterwasserumgebung, wie man
Sie beispielsweise in Höhlen oder Wracks antrifft, - als extrem einzustufen sind. Ein realistisch
Denkender Taucher ist sich dieser Tatsache bewußt und kennt seine persönlichen Grenzen
sehr
Genau. TD ist auch eine Frage der persönlichen Einstellung. Es erfordert von jedem Taucher ein
Hohes Maß an Selbstdisziplin und die Bereitschaft, mit Streßsituationen umzugehen. Er kann
Gefahrensituationen erkennen,
bevor sie entstehen, und er hat für jede dieser Situationen eine
Lösung parat. Bevor man seine persönlichen taucherischen Fähigkeiten erweitert, sollte man wissen,
wann die eigenen Grenzen der mentalen und körperlichen
Belastbarkeit erreicht sind.
Grundregeln für das TECHNICAL DIVING
a)Der Sauerstoffpartialdruck sollte in der Tiefe 1.4 bar nicht überschreiten, maximal jedoch 1.6 bar sein.
b)Man sollte nicht mehr als 100 CNS %
(Kontrollgröße für Sauerstoffvergiftung) akkumulieren.
c)Die Narkosetiefe sollte 40m nicht überschreiten, maximal jedoch 60m betragen.
d)Führe 3 Lampen mit dir.
e)Benutze mindestens ein Drittel deines anfänglichen
Luftvorrats als Notfallreserve.
f)Benutze bei Penetration immer eine durchgehende Führungsleine, die bis ins Freiwasser reicht.
g)Benutze Redundanzsystem für die Tarierungskontrolle, den Lungenautomaten, das Messer,
den
Tiefenmesser/Uhr und den Gasvorrat (Doppelgerät), d.h. jedes dieser Geräte ist mindestens zwei-
Mal komplett vorhanden.
h)Plan your dive and dive your plan, und habe Notfallpläne mit dabei.
i)Übe Notfallprozeduren
vor jedem Tauchgang.
j)Tauche Solo, jedoch nicht allein.
k)Tauche nicht jenseits deiner Ausbildungsgrenzen.
l)Berücksichtige die Auskühlung des Körpers; Kälte ist einer der größten Feinde.
m)100m für Trimix sind Tief
genug.